Schüler*innenräte jetzt!

Von Nicola Siegrist, Kantonsratskandidat SP, Kreis 6 + 10

Wer kennt es nicht: Als junger Mensch sitzt man im Klassenzimmer, hört einem langweiligen Vortrag des Lehrers zu und fragt sich, weshalb man jetzt in dieser Unterrichtsstunde dabei sein muss. Schülerinnen und Schüler an Mittelschulen verbringen Jahre ihrer Jugend in den Klassenzimmern. Trotzdem entscheiden andere darüber, was an der Schule gelehrt wird, wie der Schulalltag funktioniert, welche Interessen die Schüler*innen vertiefen dürfen und welche nicht. Dies ist besonders absurd, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die Rechten immer wieder betonen, wie perfekt unser Bildungssystem sei. Eine kritische Bildung soll den Schüler*innen auch erlauben, bei der Bildung mitzureden.

Mit einem entscheidungsfähigen Schüler*innenkonvent oder einem ähnlichen Gremium gäbe man den Schüler*innen ein Werkzeug in die Hand, mit welchem sie ihre Interessen ausformulieren und am Entscheidungsprozess innerhalb der Schule teilnehmen können. Dies hätte positive Auswirkungen für alle Beteiligten. Zum einen hätten wir eine selbstbestimmtere Bildung. Schüler*innen hätten eine grössere Motivation, sich im Unterricht zu beteiligen, weil sie über den Inhalt bestimmen können. Zum anderen wüssten Lehrpersonen besser, was ihre Klassen lernen und wissen wollen.

Ein zukunftsorientiertes Schul- und Bildungswesen muss auf diejenigen zu hören, welche diese Institutionen durchlaufen. Deshalb habe ich mit der JUSO Kanton Zürich im Kantonsrat eine Einzelinitiative eingereicht, welche die demokratischen Rechte von Schüler*innen ausbaut. Werden die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler*innen ernst genommen, so profitieren die Schulen und im Anschluss daran auch unsere Gesellschaft.  

 

Mit den aktuellen Mehrheitsverhältnissen wird dies nicht passieren. Wählt deshalb am 24. März JUSOs auf der Liste 2 in den Kantonsrat!