Positionen

Klimakrise

Lediglich in Zürich waren rund 12’000 Jugendliche am 15. März auf der Strasse, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Die schweizweiten Klimastreiks dieses Frühlings zeigen: Die Jugend begehrt auf. Es reicht nicht, wenn sich individuelle Haltungen ändern – sondern die Politik muss sich einsetzen für die Abwendung einer kompletten Klimakatastrophe. Die Klimakrise ist bedingt durch eine wachstums- und profitorientierte Wirtschaft. Es braucht einen Systemwandel zur Bekämpfung der Klimakrise! Wir fordern:

  • Klimabonus: CO2-Abgabe (inkl. Kerosin) und Rückverteilung an die Bevölkerung
  • Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2030
  • Ecocide (Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Zerstörung und Verschmutzung der Umwelt rechtlich verfolgt werden kann und verpflichtet sich, auf Staatsgebiet die Verfolgung von Amtes wegen durchzuführen)

Feminismus

Zurzeit sind 31.7% der Nationalratsmitglieder Frauen; in der Bevölkerung sind es über die Hälfte. Frauen* übernehmen rund 80% der Care-Arbeit in der Schweiz, erhalten tiefere Renten als Männer, sind deutlich öfters von sexualisierter Gewalt betroffen und verdienen im Durchschnitt immer noch rund 20% weniger. Im Jahr 2019 sind wir damit wenig weiter als beim ersten Frauen*streik 1991, kein Wunder wurde der diesjährige Frauen*streik zur grössten Demonstration, welche die Schweiz je gesehen hat. Die JUSO hat genug von Sexismus und Diskriminierung. Sie setzt sich ein für die Gleichstellung der Frauen* sowie aller Geschlechtsidentitäten und sexueller Orientierungen. Wir fordern:

  • Gleiche Löhne und Renten
  • Konsequente Bekämpfung der Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen und Queers
  • Gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung sowie Schutz aller Geschlechtsidentitäten

Migration

Ende Juni 2019 wurde Carola Rackete, Kapitänin der Seawatch 3, auf Lampedusa verhaftet. Und das, obwohl sie Menschenleben gerettet hatte. Wenn es um Migration geht, scheint jegliche Humanität zu fehlen. Die JUSO verlangt sichere und legale Fluchtwege und steht ein für die Integration von Ausländer*innen in der Schweiz und in Zürich. Die JUSO Kanton Zürich verlangt Rechte für Sans-Papiers und einen Ausbau der Rechte für Ausländer*innen,  humanitäre Asylgesetze und Chancengleichheit, und möchte ausserdem Rassismus jeglicher Form bekämpfen. Wir fordern:

  • Seenotrettung entkriminalisieren, sichere Fluchtwege für alle
  • Anerkennung von Klimakatastrophe, der Sexualität und Geschlechtsidentität sowie Desertion als Fluchtgrund
  • Kollektive Regularisierung von Sans-Papiers

Rückverteilung

Auch im Jahr 2019 öffnet sich die Vermögensschere in der Schweiz immer weiter. Eine kleine Elite bereichert sich durch Erbschaft, Kapitaleinkommen – und Steuergeschenke von den bürgerlichen Parteien. Lohnabhängige hingegen zahlen stetig mehr Steuern – und das, obwohl der Staat ständig Sparmassnahmen durchsetzt und Abbau betreibt bei Bildung, Gesundheit und Entlastung derer, die arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In der Schweiz gibt es eine ewige Konzentration von Besitz und Vermögen bei 10% der Bevölkerung. Prämien und Gebühren für die einfachen Bürger*innen steigen. Wir fordern:

  • Arbeitszeitverkürzung: 25-Stunden-Woche
  • Steuergerechtigkeit
  • Erbschaftssteuer 100%
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